Duloxetin Erfahrungsberichte und Beipackzettel

Gerne könnt ihr hierzu Kommentieren und Erfahrungsberichte schreiben. Zu Duloxetin Nebenwirkungen und Wirkung könnt ihr euch auch im http://community.psycho-alex.de/forum/index austauschen.

Medikament Tabeletten Bild

Anwendungsgebiete von Duloxetin

Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Cymbalta. Das Arzneimittel erhöht die Spiegel von Serotonin und Noradrenalin im Nervensystem.
Es wird bei Erwachsenen verwendet zur Behandlung von:

  • depressiven Erkrankungen
  • generalisierter Angststörung (dauerhaftes Gefühl von Angst oder Nervosität)
  • Schmerzen bei diabetischer Neuropathie (oft als brennend, stechend, reißend, einschießend oder wie ein Elektroschock beschrieben. Es kann zum Gefühlsverlust an der betroffenen Stelle kommen oder Berührung, Wärme, Kälte oder Druck können Schmerzen verursachen)

Bei den meisten Patienten mit depressiven Erkrankungen oder generalisierter Angststörung beginnt das Arzneimittel innerhalb von zwei Wochen nach Behandlungsbeginn zu wirken. Allerdings kann es zwei bis vier Wochen dauern, bis Sie sich besser fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Sie sich nach diesem Zeitraum nicht besser fühlen. Es ist möglich, dass Ihr Arzt Ihnen das Arzneimittel auch dann noch verschreibt, wenn Sie sich besser fühlen, um ein Wiederauftreten Ihrer depressiven Erkrankung oder generalisierter Angststörung zu verhindern.
Bei Patienten mit einer schmerzhaften diabetischen Neuropathie kann es ein paar Wochen dauern, bis Sie sich besser fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Sie sich nach zwei Monaten nicht besser fühlen.

Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Duloxetin

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie

  • allergisch gegen Duloxetin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • eine Lebererkrankung haben.
  • eine schwere Nierenerkrankung haben.
  • ein anderes Arzneimittel, einen sogenannten Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) einnehmen oder in den letzten 14 Tagen eingenommen haben.
  • Fluvoxamin einnehmen, das üblicherweise zur Behandlung von depressiven Erkrankungen angewendet wird oder Ciporfloxacin oder Enoxacin, die zur Behandlung verschiedener Infektionen angewendet werden.
  • andere Arzneimittel einnehmen, die den Wirkstoff Dulexitin enthalten.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bluthochdruck oder eine Herzerkrankung haben. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, ob Sie das Arzneimittel einnehmen können.

Patientenhinweis

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Im Folgenden werden weitere Gründe angegeben, warum das Präparat für Sie nicht geeignet sein könnte. Sprechen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels mit Ihrem Arzt, wenn Sie:

  • andere Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen einnehmen.
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum), ein pflanzliches Präparat, einnehmen.
  • eine Nierenerkrankung haben.
  • epileptische Anfälle hatten oder haben.
  • an Manie litten oder leiden.
  • an einer manisch-depressiven Erkrankung leiden.
  • eine Augenerkrankung haben, wie eine spezielle Art des Glaukoms (erhöhter Augeninnendruck).
  • in der Vergangenheit Blutungsstörungen (Neigung zur Bildung von Blutergüssen) hatten.
  • ein Risiko für niedrige Natrium-Blutspiegel haben (z. B. wenn Sie Diuretika einnehmen, insbesondere wenn Sie älter sind).
  • momentan mit einem anderen Arzneimittel behandelt werden, das die Leber schädigen kann.
  • andere Arzneimittel einnehmen, die Duloxetin enthalten.
  • Das Arzneimittel kann ein Empfinden von innerer Unruhe oder ein Unvermögen, still zu sitzen oder still zu stehen, verursachen. Wenn dies bei Ihnen auftreten sollte, dann informieren Sie ihren Arzt.

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression oder generalisierten Angststörung

Wenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher, wenn Sie:

  • früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
  • ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angststörung leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Information zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzustände verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Das Arzneimittel sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einnem Patienten unter 18 Jahren das Arzneimittel verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren das Präparat verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der das Arzneimittel einnimmt, eines der oben genannten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen des Präparates in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Duloxetin kann dazu führen, dass Sie sich müde oder schwindlig fühlen. Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeuges setzen, keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bevor Sie wissen, wie das Arzneimittel bei Ihnen wirkt.

Schwangerschaftshinweis

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit, wenn Sie:

während der Behandlung mit Duloxetin schwanger werden oder wenn Sie beabsichtigen schwanger zu werden. Sie dürfen Duloxetin nur einnehmen, nachdem Sie mit Ihrem Arzt über einen möglichen Nutzen der Behandlung und mögliche Risiken für Ihr ungeborenes Kind gesprochen haben. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit diesem Präparat behandelt werden. Ähnliche Arzneimittel wie dieses (so genannte SSRI) können, wenn sie während der Schwangerschaft eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall sofort mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt Kontakt auf. Wenn Sie Duloxetin gegen Ende Ihrer Schwangerschaft einnehmen kann es sein, dass Ihr Baby bei der Geburt bestimmte Symptome zeigt. Diese beginnen gewöhnlich unmittelbar nach der Geburt oder innerhalb weniger Tage danach. Zu diesen Anzeichen gehören: schlaffe Muskulatur, Zittern, nervöse Unruhe, Schwierigkeiten beim Füttern, Probleme beim Atmen sowie Krampfanfälle. Wenn Ihr Baby bei der Geburt eines dieser Symptome zeigt oder wenn Sie sich um den Gesundheitszustand Ihres Babys sorgen, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme um Rat.
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen. Die Anwendung des Arzneimittels in der Stillzeit wird nicht empfohlen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Dosierung von Duloxetin

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Bei depressiven Erkrankungen und Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie:
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis 60 mg einmal täglich.

Bei generalisierter Angststörung:

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Startdosis einmal täglich 30 mg, danach erhalten die meisten Patienten einmal täglich 60 mg. Abhängig vom Ansprechen der Therapie kann die Dosis bis zu 120 mg pro Tag erhöht werden.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie lange Sie die Duloxetin-Behandlung durchführen sollen. Beenden Sie die Therapie oder ändern Sie Ihre Dosis mit Duloxetin nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Eine ordnungsgemäße Behandlung Ihrer Erkrankung ist wichtig, um Ihnen zu helfen, sich besser zu fühlen. Ohne Behandlung kann es sein, dass Ihr Zustand sich nicht verbessert, sondern verschlechtert, und eine spätere Behandlung erschwert.

Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten

Sollten Sie mehr als vorgesehen eingenommen haben, setzen Sie sich bitte unverzüglich mit Ihrem Arzt oder Apotheker in Verbindung. Zu den Symptomen einer Überdosierung zählen Schläfrigkeit, Koma, Serotonin-Syndrom (eine seltene Reaktion, die zu Glücksgefühlen, Benommenheit, Schwerfälligkeit, Rastlosigkeit, dem Gefühl betrunken zu sein, Fieber, Schwitzen oder steifen Muskeln führen kann), Krampfanfälle, Erbrechen und schneller Herzschlag.

Wenn Sie die Einnahme vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben eine Dosis einzunehmen, dann holen Sie diese so bald es Ihnen auffällt nach. Ist aber inzwischen schon Zeit für die nächste Dosis, dann fahren Sie bei der Einnahme wie gewohnt fort, ohne die vergessene Kapsel zusätzlich einzunehmen. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie nicht mehr als die Ihnen verschriebene Tagesmenge an Duloxetin ein.

Wenn Sie die Einnahme abbrechen

Beenden Sie nicht die Einnahme der Hartkapseln ohne den Rat Ihres Arztes, auch nicht, wenn Sie sich besser fühlen. Wenn Ihr Arzt der Meinung ist, dass Sie das Arzneimittel nicht länger benötigen, dann wird er oder sie Ihre Dosis langsam über mindestens 2 Wochen verringern, bevor Sie die Einnahme beenden.
Einige Patienten, die abrupt die Einnahme des Präparates beendeten, zeigten Symptome wie:
Schwindel, kribbelndes Gefühl wie Ameisenlaufen oder Empfindungen ähnlich einem elektrischen Schlag (vor allem im Kopf), Schlafstörungen (lebhafte Träume, Albträume, Schlaflosigkeit), Müdigkeit, Schläfrigkeit, Gefühl von Unruhe oder Erregtheit, Angstgefühle, Übelkeit oder Erbrechen, Zittern (Tremor), Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Reizbarkeit, Durchfall, übermäßiges Schwitzen oder Drehschwindel.

Diese Beschwerden sind normalerweise nicht schwerwiegend und verschwinden innerhalb einiger Tage. Fragen Sie aber Ihren Arzt um Rat, wenn bei Ihnen Beschwerden auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

Psychopharmaka BildWie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Diese Nebenwirkungen sind normalerweise leicht bis mittelschwer ausgeprägt und verschwinden oft nach wenigen Wochen.

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Kopfschmerzen, Schläfrigkeit
  • Übelkeit, Mundtrockenheit

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Appetitverlust
  • Schlafstörungen, sich aufgeregt fühlen, vermindertes sexuelles Verlangen, Angst, Schwierigkeiten oder Unvermögen einen Orgasmus zu bekommen, ungewöhnliche Träume
  • Schwindel, sich antriebslos fühlen, Zittern, Taubheitsgefühl, einschließlich Taubheitsgefühl oder Kribbeln der Haut
  • verschwommenes Sehen
  • Tinnitus (Wahrnehmung von Ohrgeräuschen ohne ein tatsächliches vorhandenes Geräusch)
  • Herzklopfen
  • erhöhter Blutdruck, Erröten
  • vermehrtes Gähnen
  • Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit (Erbrechen), Sodbrennen oder Verdauungsstörungen, Bähungen,
  • vermehrtes Schwitzen, (juckender) Ausschlag
  • Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe
  • Schmerzen beim Harn lassen, häufiger Harndrang
  • Erektionsstörungen, Störungen beim Samenerguss
  • Stürze (vor allem bei älteren Menschen), Müdigkeit
  • Gewichtsabnahme

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die wegen einer depressiven Erkrankung eine Behandlung mit diesem Arzneimittel erhielten, zeigten eine Gewichtsabnahme zu Behandlungsbeginn. Nach einem sechsmonatigen Behandlungszeitraum normalisierte sich ihr Gewicht im Vergleich zu anderen Kindern und Jugendlichen desselben Alters und Geschlechts.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Halsentzündung, die Heiserkeit verursacht
  • Suizidgedanken, Schlaflosigkeit, Zähneknirschen oder Zusammenbeißen der Zähne, sich desorientiert fühlen, Teilnahmslosigkeit
  • plötzliche ungewollte Muskelkrämpfe oder Muskelzuckungen, Empfindungen von innerer Unruhe oder Unvermögen still zu sitzen bzw. still zu stehen, Gefühl von Nervosität, Konzentrationsstörung, Geschmacksstörung, Schwierigkeiten bei der Kontrolle von Körperbewegungen, z. B. Koordinationsstörungen oder ungewollte Muskelbewegungen, Syndrom der unruhigen Beine, schlechter Schlaf
  • vergrößerte Pupillen (die dunkle Stelle in der Mitte des Auges), Sehstörungen
  • sich schwindlig fühlen oder Drehschwindel, Ohrenschmerzen
  • schneller und/oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Ohnmacht, Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht (besonders nach dem Aufstehen), kalte Finger und/oder Zehen,
  • Engegefühl im Hals, Nasenbluten
  • blutiges Erbrechen oder schwarze teerige Stühle, Magen-Darm-Entzündung, Aufstoßen, Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Leberentzündung, die zu Bauchschmerzen und zur Gelbfärbung der Haut oder des Weißen des Auges führen kann
  • nächtliches Schwitzen, Nesselsucht, kalter Schweiß, Lichtüberempfindlichkeit, erhöhte Neigung zu Blutergüssen
  • Muskelsteifigkeit und Muskelzuckungen
  • Schwierigkeiten beim oder Unfähigkeit zum Harn lassen, Schwierigkeiten Harn lassen zu können, nächtliches Harn lassen, vermehrte Harnausscheidung, verminderter Harnfluss
  • ungewöhnliche Vaginalblutungen, unregelmäßige Menstruation, einschließlich schwerer, schmerzhafter, unregelmäßiger oder verlängerter Menstruationsblutungen, ungewöhnlich schwache oder ausbleibende Menstruationsblutungen, Schmerzen der Hoden oder des Hodensacks
  • Brustschmerzen, Kältegefühl, Durst, Frösteln, Hitzegefühl, ungewohnter Gang
  • Gewichtszunahme

Das Arzneimittel kann unerwünschte Wirkungen haben, die Sie nicht bemerken, wie z. B. Erhöhung der Leberwerte oder der Blutspiegel von Kalium, Kreatinphosphokinase, Zucker oder Cholesterin.

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

  • schwere allergische Reaktion, die Atembeschwerden oder Schwindel verursacht mit Anschwellung der Zunge oder der Lippen, allergische Reaktionen
  • verminderte Schilddrüsenfunktion, die Müdigkeit oder Gewichtszunahme verursachen kann
  • Flüssigkeitsverlust, niedrige Natrium-Blutspiegel (hauptsächlich bei älteren Patienten; Anzeichen hierfür können sein: Gefühle von Schwindel, Schwäche, Verwirrtheit, Schläfrigkeit oder starker Müdigkeit oder sich krank fühlen oder krank sein. Schwerwiegendere Symptome sind Ohnmacht, Krampfanfälle oder Stürze), Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH)
  • Suizidales Verhalten, Manie (Überaktivität, rasende Gedanken und vermindertes Schlafbedürfnis), Sinnestäuschungen, Aggression und Wut
  • „Serotonin-Syndrom" (eine seltene Reaktion, die zu Glücksgefühlen, Benommenheit, Schwerfälligkeit, Rastlosigkeit, dem Gefühl betrunken zu sein, Fieber, Schwitzen oder steifen Muskeln führen kann), Krampfanfälle
  • erhöhter Augeninnendruck (Glaukom)
  • Entzündungen im Mund, hellrotes Blut im Stuhl, Mundgeruch, Entzündung des Dickdarms (zu Durchfall führend)
  • Leberversagen, Gelbfärbung der Haut oder des Weißen des Auges (Gelbsucht)
  • Stevens-Johnson-Syndrom, (schwere Erkrankung mit Blasenbildung auf Haut, Mund, Augen und Genitalien), schwere allergische Reaktion die ein plötzliches Anschwellen des Gesichts oder des Rachenraums (Angioödem) verursacht
  • Krämpfe der Kaumuskulatur
  • ungewöhnlicher Harngeruch
  • menopausale Symptome, abnorme Milchsekretion aus der Brustdrüse bei Männern und Frauen

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Entzündung der Blutgefäße in der Haut (kutane Vaskulitis)


Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Duloxetin darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Ciprofloxacin
  • Enoxacin
  • Fluvoxamin
  • Selegilin
  • Thioridazin
  • Tranylcypromin

Es besteht ein großes Risiko für eine schwere, eventuell sogar lebensbedrohliche Wechselwirkung.
Bitte sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt.

Außerdem sind weitere Wechselwirkungen zwischen "Duloxetin" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Duloxetin" kommen kann.

Ausführlicher Artikel zu Duloxetin

Nebenwirkungen von Lithium findet ihr hier: https://psychopharmakon.de/psychopharmaka/duloxetin 

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Erfahrungsberichte von Duloxetin

 


Kommentare (6)

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Nehme Duloxetin seit über einem Jahr. Verschrieben wurde es vom Schmerztherapeuten aufgrund der Rückenschmerzsymptomatik sowie der bisherigen wenig erfolgreichen Therapieansätzen. Tilidin wurde abgesetzt und durch Duloxetin ersetzt. (Anfangs...

Nehme Duloxetin seit über einem Jahr. Verschrieben wurde es vom Schmerztherapeuten aufgrund der Rückenschmerzsymptomatik sowie der bisherigen wenig erfolgreichen Therapieansätzen. Tilidin wurde abgesetzt und durch Duloxetin ersetzt. (Anfangs Parallel bis Tilidin ausgeschlichen war) Ich vertrug das Medikament von Anfang an als wenn es für mich gemacht wurde. Die Übelkeit war nur an den ersten drei vier Tagen da und verschwand dann. Anfangs war die Dosis 60 wobei dann auf 90 erhöht wurde. Die einzige nervige Nebenwirkung ist, dass ab und an ein erhöhtes Schwitzen auftritt und dass das Schnarchen extrem geworden ist. Die Rückenschmerzen im Problembereich (Cervikalsyndrom) sind zurückgegeangen und die Muskulatur ist nicht mehr so verkrampft. Ferner hat es auch positive Änderungen der Psyche bewirkt. Ich bin viel offener und freier geworden. Anscheinend waren die Rückenschmerzen (mehrere Bandscheibenvorfälle) auch noch Psychisch bedingt. Es gibt aber auch Tage da fühlt man sich wie vom Blitz getroffen und kann nix machen ausser alles Dunkel, kein Licht , niemand sehen..... Oder Freitag Nachmittags legt man sich schlafen und Montag verlässt man das Bett zur Arbeit. Zum Glück kommt das nicht so häufig vor.

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Ich nehme seit 8 Jahren Zymbalta 30 mg. Ich bin mit Zymbalta zufrieden. Nebenwirkungen sehr schwach, trockener Mund und gelegentliche Blutdruckschwankungen. Ich habe somatoforme Störungen. Ohne Zymbalta ist ein normales Leben unmöglich.

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Ich habe Duloxetin 60mg bekommen, um meine permanenten Rücken- und Nackenschmerzen sowie migräneartige Kopfschmerzen zu lindern, durch die ich leicht depressiv bin. In der ersten Woche musste ich extrem viel Gähnen, hatte kaum Appetit, leichte...

Ich habe Duloxetin 60mg bekommen, um meine permanenten Rücken- und Nackenschmerzen sowie migräneartige Kopfschmerzen zu lindern, durch die ich leicht depressiv bin. In der ersten Woche musste ich extrem viel Gähnen, hatte kaum Appetit, leichte Muskelkrämpfe und Sehstörungen sowie Müdigkeit, aber schon in der zweiten Woche war davon kaum noch was zu spüren. Nach ca. zwei bis drei Stunden lassen die Schmerzen fast komplett nach, was mich insgesamt deutlich unbeschwerter und fröhlicher macht. Die Wirkung hält bid abends an, beim Aufwachen plagen mich allerdings immernoch übelste Rückenschmerzen, es fällt mir aber viel leichter diese zu ertragen. Bin jetzt im zweiten Monat der Therapie und hatte seit vier Wochen keine Migräne mehr, allerdings ist meine Periode seit ein paar Tagen überfällig (die auch immer mit Migräne einhergeht). Im Beipackzettel steht, dass das mit Duloxetin auftreten kann. Ich hoffe, dass es so ist!

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Nach dem Freitod meines Bruders (er hatte sich schwere Depressionen) hab ich mir auch Hilfe gesucht und erstmal mit Sertralin angefangen. 2 Tage lang war ich wie seekrank und hab mich fiebrig gefühlt. Nach ca. 3 Monaten hatte immer noch...

Nach dem Freitod meines Bruders (er hatte sich schwere Depressionen) hab ich mir auch Hilfe gesucht und erstmal mit Sertralin angefangen. 2 Tage lang war ich wie seekrank und hab mich fiebrig gefühlt. Nach ca. 3 Monaten hatte immer noch Hitzewallungen gehabt und mich nicht wohlgefühlt. Daraufhin haben wir es mit Venlafaxin probiert. Der Wechsel war auch mit Übelkeit und innerer Unruhe verknüpft. Davon bekam ich aber leider Miktionsstörrungen und Erektions und Ejakulationsstörungen. Daraufhin haben wir dann auf Duloxetin umgestellt. Der Wechsel war auch mit Übelkeit verbunden aber nicht so heftig. Die ErektionsStörungen sind weg und außer den kalten Hände am Anfang gab es keine nennenswerten Nebenwirkungen.

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Nehme jetzt seit 6 Wochen Cymbalta ein. Akute psychische Krise wurde dadurch innerhalb weniger Tage beendet und bin jetzt in der Lage, eine Verhaltenstherapie in Angriff zu nehmen. :)Ich weiss nicht, was ich ohne Cymbalta gemacht hätte... Die...

Nehme jetzt seit 6 Wochen Cymbalta ein. Akute psychische Krise wurde dadurch innerhalb weniger Tage beendet und bin jetzt in der Lage, eine Verhaltenstherapie in Angriff zu nehmen. :)Ich weiss nicht, was ich ohne Cymbalta gemacht hätte... Die Nebenwirkungen sind bei mir allerdings recht stark: Während Aufdosieren 30 bis 90 mg eine Woche lang leichte Übelkeit, Mundtrockenheit, fieber-artige Hitze- und Kälteschübe mit Zittern und Schwitzen, ausserdem starke Müdigkeit. Nach 1 Woche wurde es besser - die Übelkeit ist weg, die Mundtrockenheit erträglich, aber das Schwitzen/Frieren und das ständige Schlafverlangen sind immer noch da... Ich hoffe, diese Nebenwirkungen verschwinden auch noch, sonst kann ich mir ein Jahr Behandlung mit Cymbalta leider kaum vorstellen...

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Tol dachte ich mir Depri und eine schlimme Polyneuropathie gleichzeitig behandeln.
Es wurde auf 60 mg langsam aufdosiert.
Leider hat es nicht angeschlagen. Nebenwirkungen massiver Händetremor ( ein no Go ), dazu schlimme Panikattacken.
Dauer der...

Tol dachte ich mir Depri und eine schlimme Polyneuropathie gleichzeitig behandeln.
Es wurde auf 60 mg langsam aufdosiert.
Leider hat es nicht angeschlagen. Nebenwirkungen massiver Händetremor ( ein no Go ), dazu schlimme Panikattacken.
Dauer der Einnahme drei Monate.
Wechsel auf anderes. Jetzt fast symptomfrei. Alles gut und ein gutes Verhältnis mit dem Psychiater.

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