Mirtazapin Erfahrungsberichte und Beipackzettel

Gerne könnt ihr hierzu Kommentieren und Erfahrungsberichte schreiben. Zu Mirtazapin Nebenwirkungen und Wirkung könnt ihr euch auch im http://community.psycho-alex.de/forum/index  austauschen.

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Anwendungsgebiete von Mirtazapin 15mg

Das Präparat ist ein Antidepressivum.
Es wird angewendet zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episode einer Major Depression).

Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Mirtazapin 15mg

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Mirtazapin oder einem der sonstigen Bestandteile sind.

Patientenhinweis

Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich

  • wenn Sie an Fallsucht (Epilepsie) und hirnorganischem Psychosyndrom leiden, obwohl klinische Erfahrungen darauf hindeuten, dass unter Behandlung mit Mirtazapin epileptische Anfälle selten auftreten
  • wenn Sie eine eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion haben
  • wenn Sie an Herzerkrankungen wie Erregungsleitungsstörungen, Angina pectoris und kürzlich vorausgegangenem Herzinfarkt leiden. Es sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und eine Begleitmedikation sollte vorsichtig erfolgen.
  • wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben
  • wenn Sie an Störungen beim Wasserlassen leiden, wie z. B. bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahypertrophie). Da Mirtazapin nur eine schwache anticholinerge Aktivität besitzt, besteht nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit für das Auftreten unerwünschter Wirkungen
  • wenn Sie an akutem Engwinkelglaukom (grüner Star) und erhöhtem Augeninnendruck leiden (auch hier besteht, aufgrund der schwachen anticholinergen Aktivität von Mirtazapin, nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit für das Auftreten unerwünschter Wirkungen)
  • wenn bei Ihnen eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) besteht

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression

Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,

  • wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, die Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck hat, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen macht.

Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn bei Ihnen eine Gelbsucht auftritt.

Bei der Behandlung mit Mirtazapin wurde über Knochenmarkdepressionen, vorwiegend in Form von Granulozytopenie oder Agranulozytose (spezielle Blutbildveränderungen), berichtet. Sie treten meist nach 4- bis 6-wöchiger Behandlung auf und bilden sich im Allgemeinen nach Absetzen der Therapie zurück. In klinischen Studien mit Mirtazapin wurde ebenfalls in seltenen Fällen über das Auftreten einer Agranulozytose berichtet, die sich nach Absetzen der Behandlung zurückbildet.

Bei Auftreten grippeähnlicher Erscheinungen (wie z. B. Fieber, Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündungen usw.) müssen Sie deshalb Ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Die Behandlung mit Mirtazapin muss dann sofort abgebrochen und Blutbilduntersuchungen müssen vorgenommen werden.

Wie bei anderen Antidepressiva sollte Folgendes beachtet werden:

  • unter der Behandlung mit Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) können sich bei Patienten mit schizophrenen oder psychotischen Störungen die psychotischen Symptome verschlechtern, paranoide Wahnvorstellungen können sich verstärken
  • bei der Behandlung der depressiven Phase einer manisch-depressiven Erkrankung kann diese in die manische Phase übergehen

obwohl Antidepressiva nicht zu einer Abhängigkeit führen, kann das plötzliche Absetzen nach längerer Behandlung zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Angstgefühlen und Erregung führen
Wechselwirkungen von Mirtazapin mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRIs, das sind bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen) werden in der Kategorie "Wechselwirkungen" beschrieben.

Kinder und Jugendliche

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Das Präparat sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden, da die Wirksamkeit nicht nachgewiesen wurde. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme von Arzneimitteln dieser Klasse ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, Suizidgedanken und feindseliges Verhalten (überwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Mirtazapin verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist.

Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren das Arzneimittel verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Mirtazapin einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Mirtazapin auf Wachstum, Reifung, kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden. Weiterhin wurde bei Behandlung mit Mirtazapin in dieser Altersklasse häufiger eine signifikante Gewichtszunahme beobachtet als bei Erwachsenen.

Ältere Menschen

Ältere Patienten reagieren oft stärker, insbesondere hinsichtlich der Nebenwirkungen von Arzneimitteln gegen Depressionen. Gegenüber anderen Altersgruppen war bei älteren Patienten in klinischen Studien mit Mirtazapin die Nebenwirkungsrate nicht erhöht. Die bisherigen Erfahrungen sind jedoch begrenzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Konzentrationsfähigkeit und die Aufmerksamkeit beeinträchtigen, insbesondere zu Beginn der Behandlung. Wenn Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt ist, dann können Sie auf unerwartete oder plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell genug und gezielt genug reagieren.
Fahren Sie dann auch nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine gefährlichen Werkzeuge und Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Dies gilt insbesondere im Zusammenwirken mit Alkohol.

Schwangerschaftshinweis

Schwangerschaft
Tierexperimentelle Untersuchungen zeigen für Mirtazapin keine relevanten fruchtschädigenden Wirkungen. Da beim Menschen jedoch keine hinreichenden Erfahrungen vorliegen, sollte das Präparat während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist nach sorgfältiger Nutzen-/Risikoabwägung eindeutig erforderlich.
Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit Mirtazapin behandelt werden. Ähnliche Arzneimittel wie dieses (so genannte SSRI) können, wenn sie während der Schwangerschaft (insbesondere im letzten Drittel) eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall sofort mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt Kontakt auf.

Stillzeit

Tierexperimentelle Untersuchungen zeigen, dass Mirtazapin nur in geringen Mengen in die Muttermilch übergeht. Da beim Menschen jedoch keine Erfahrungen vorliegen, wird die Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen.

Dosierung von Mirtazapin 15mg

Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Zur Ermöglichung einer genauen Dosierung steht das Präparat in den Wirkstärken 15 mg, 30 mg und 45 mg zur Verfügung.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene

Die Therapie sollte mit einer Dosis von 15 mg oder 30 mg Mirtazapin (entsprechend 1 bis 2 Filmtabletten) - vorzugsweise am Abend eingenommen - begonnen werden. Die wirksame Tagesdosis für die weitere Einnahme liegt normalerweise zwischen 15 mg und 45 mg Mirtazapin (entsprechend 1 bis 3 Filmtabletten).

Ältere Patienten

Es ist keine Dosisanpassung gegenüber der empfohlenen Erwachsenendosis erforderlich. Allerdings sollte eine Dosiserhöhung nur unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
Die Ausscheidung von Mirtazapin kann bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion verringert sein, deshalb muss möglicherweise die Dosierung von Ihrem Arzt entsprechend der Nieren- bzw. Leberfunktion angepasst werden.
Die gesamte Tagesdosis sollte als Einmaldosis am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
Auf Anordnung Ihres Arztes kann die gesamte Tagesdosis aber auch in zwei Einzeldosen aufgeteilt, am Morgen und am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Die höhere Dosis sollte abends eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Gewöhnlich tritt nach 1 bis 2 Wochen eine erste Besserung der Beschwerden ein. Bei einer ausreichenden Dosis sollte sich innerhalb von 2 bis 4 Wochen ein Therapieerfolg einstellen. Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, bis Sie für die Dauer von 4 bis 6 Monaten völlig symptomfrei sind. Danach kann sie schrittweise beendet werden. Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn sich innerhalb von 2 bis 4 Wochen nach Erhöhung der Dosis auf die Maximaldosis kein Therapieerfolg einstellt. Sie sollte dann ebenfalls schrittweise beendet werden.
Eine schrittweise Beendigung der Behandlung mit Mirtazapin ist notwendig, um Absetzbeschwerden zu vermeiden. In jedem Falle sollte ein Abbruch der Behandlung, eine Dosiserhöhung oder -reduzierung nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Einnahme einer überhöhten Dosis von Mirtazapin allein sind die Symptome der Überdosierung in der Regel leicht.
Bei Überdosierung von Mirtazapin wurde über eine Dämpfung des zentralen Nervensystems mit Desorientiertheit und verlängerter Sedierung, verbunden mit einer Beschleunigung des Herzschlags und einer leichten Erhöhung oder Erniedrigung des Blutdrucks, berichtet. Bei sehr großer Überdosierung, insbesondere in Kombination mit anderen Arzneimitteln, sind auch schwerere Verläufe (einschließlich tödliche) möglich.
Im Falle einer Überdosierung suchen Sie bitte sofort einen Arzt auf.

Wenn Sie die Einnahme vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Dosis auszugleichen, sondern führen Sie die Einnahme wie unten angegeben fort.
Wenn Sie Ihre tägliche Einmaldosis vor dem Schlafengehen einnehmen und diese Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die vergessene Dosis nicht am nächsten Morgen ein, da dies während des Tages zu Müdigkeit oder Benommenheit führen kann. Nehmen Sie am Abend Ihre normale Dosis wie gewohnt ein.
Wenn Sie zweimal täglich eine Filmtablette einnehmen (eine Filmtablette am Morgen und eine Filmtablette am Abend vor dem Schlafengehen) und Sie haben eine oder beide Filmtabletten vergessen einzunehmen, so gehen Sie wie folgt vor:

  • wenn Sie Ihre morgendliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese gemeinsam mit Ihrer Abenddosis ein
  • wenn Sie Ihre abendliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese nicht mit Ihrer nächsten morgendlichen Dosis ein; setzen Sie Ihre Behandlung mit Ihrer gewohnten Dosis am Morgen und am Abend fort
  • wenn Sie beide Dosen vergessen haben, sollten Sie nicht versuchen die vergessenen Filmtabletten auszugleichen; am nächsten Tag sollten Sie mit Ihrer gewohnten Dosis am Morgen und am Abend fortfahren

Wenn Sie die Einnahme abbrechen

Bitte beenden Sie keinesfalls die Behandlung mit dem Präparat ohne vorher Ihren Arzt aufgesucht zu haben und ihn informiert zu haben. Ihre Erkrankung bedarf in jedem Fall einer geeigneten Therapie und Begleitung durch Ihren Arzt. Das plötzliche Absetzen nach längerer Behandlung kann vorübergehend zu Absetzbeschwerden wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Angstgefühlen oder Erregung führen.

Nebenwirkungen

Psychopharmaka BildWie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Patienten mit depressiven Erkrankungen zeigen eine Reihe krankheitsbedingter Anzeichen und Symptome. Deshalb kann es manchmal schwierig sein zu beurteilen, welche Symptome auf die Erkrankung und welche auf die Behandlung mit dem Präparat zurückzuführen sind.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Selten: akute Knochenmarkdepression (spezielle Blutbildveränderungen: Eosinophilie, Granulozytopenie, Agranulozytose, aplastische Anämie und Thrombozytopenie.)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: verstärkter Appetit und Gewichtszunahme

Psychiatrische Störungen

Selten: Manie, Verwirrtheit, Halluzinationen, Angstgefühle, Schlaflosigkeit, Albträume/lebhafte Träume, Erregung. Angstgefühle und Schlaflosigkeit, welche auch Symptome der Grunderkrankung darstellen können, können in sehr seltenen Fällen neu auftreten oder sich verstärken.
Nicht bekannt: Suizidale Gedanken, suizidales Verhalten. Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Mirtazapin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Schlafstörungen, Schläfrigkeit (die die Aufmerksamkeit beeinträchtigen kann). Sie tritt im Allgemeinen während der ersten Wochen der Behandlung auf. Hinweis: Dosissenkung führt nicht immer zu einer geringeren Sedierung, kann aber die antidepressive Wirkung gefährden. Schwindel, Kopfschmerzen.
Selten: Krampfanfälle (epileptische Anfälle), Muskelzittern und -zuckungen, Missempfindungen, Bewegungsunruhe der Beine (Restless-legs-Syndrom)

Funktionsstörungen des Herzens

Selten: niedriger Blutdruck mit Schwindelzuständen (orthostatische Hypotonie), kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope)

Funktionsstörungen des Magen-Darm-Trakts

Gelegentlich: Übelkeit
Selten: Mundtrockenheit, Durchfall

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Selten: Erhöhung von Leberwerten

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Hautausschlag

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Selten: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen

Allgemeine Störungen

Häufig: Wassereinlagerungen (generalisierte oder lokale Ödeme) und damit verbunden Gewichtszunahme
Selten: Müdigkeit


Beschwerden nach abruptem Beenden der Behandlung können u.a. sein: Übelkeit, Angstzustände, Erregung.
Die folgenden Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien häufig bei Kindern unter 18 Jahren beobachtet:
Signifikante Gewichtszunahme, Nesselsucht und erhöhter Spiegel von Triglyzeriden im Blut.

Gegenmaßnahmen

Über die zu ergreifenden Gegenmaßnahmen entscheidet Ihr Arzt.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht aufgeführt sind.

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Mirtazapin 15mg darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Linezolid
  • Methylthioninium Kation
  • Moclobemid
  • Rasagilin
  • Selegilin
  • Tranylcypromin

Es besteht ein großes Risiko für eine schwere, eventuell sogar lebensbedrohliche Wechselwirkung.
Bitte sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt.

Außerdem sind weitere Wechselwirkungen zwischen "Mirtazapin 15mg" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Mirtazapin 15mg" kommen kann.

Ausführlicher Artikel zu Mirtazapin

Nebenwirkungen von Mirtazapin findet ihr hier: https://psychopharmakon.de/psychopharmaka/mirtazapin 

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Erfahrungsberichte von Mirtazapin

 

Kommentare (9)

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Remergil ist in den ersten Tagen eine heftige Schlaftablette. Früh liegt man wie ein Stein im Bett und auch tagsüber bin ich ein paar Tage lang manchmal plötzlich eingeschlafen. Wenn man das überstanden hat und mit der leicht (bis schwer je nach...

Remergil ist in den ersten Tagen eine heftige Schlaftablette. Früh liegt man wie ein Stein im Bett und auch tagsüber bin ich ein paar Tage lang manchmal plötzlich eingeschlafen. Wenn man das überstanden hat und mit der leicht (bis schwer je nach Konsument) appetitanregenden Wirkung klarkommt ist es ein recht gut verträgliches und sanft stimmungsaufhellende Medikament meiner Erfahrung nach.

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habe jetzt 2 monate lang remergil 15mg genommen und war sehr zufrieden.ich konnte sehr gut ein -und durchschlafen.
die benommenheit am morgen hat sich bis zum ende der einnahme nicht verändert.
vor 5 tagen wurde die medikation abgesetzt und ich...

habe jetzt 2 monate lang remergil 15mg genommen und war sehr zufrieden.ich konnte sehr gut ein -und durchschlafen.
die benommenheit am morgen hat sich bis zum ende der einnahme nicht verändert.
vor 5 tagen wurde die medikation abgesetzt und ich verspüre wieder ähnliche sympthome,wie vor der einnahme,nur nicht ganz so extrem.
ich denke,daß ich jetzt besser damit klarkomme

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Ich habe den Eindruck, dass meine Schuppenflechte am Kopf durch die Einnahme von Mirtazapin begünstigt wird. Beim Abkatzen der Schuppen riechen diese extrem nach Medizin. Habe ich recht mit dieser Annahme oder sollte ich mich täuschen?

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Habe das Präperat direkt nach 2 Tagen wieder abgesetzt. Massives Erbrechen und Schwindel. Totale Kreislaufprobleme. Nie mehr!

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Ich habe da mal eine Frage: Verbirgt sich hinter Mirtazepam und hinter Mirtazapin das gleiche Medikament?

Ein Arzt will mir Mirtazepam verschreiben, obwohl ich - auch seiner Meinung nach - weder eine Depressionen noch eine Angst- oder...

Ich habe da mal eine Frage: Verbirgt sich hinter Mirtazepam und hinter Mirtazapin das gleiche Medikament?

Ein Arzt will mir Mirtazepam verschreiben, obwohl ich - auch seiner Meinung nach - weder eine Depressionen noch eine Angst- oder Panikstörung habe.

Allerdings leide ich an quälenden Schlafstörungen. Gegen diese nehme ich seit rund 20 Jahren Zioplicon ein, und zwar eine Viertel 7,5-mg-Tablette (also 1,875 mg Wirkstoff). Die helfen mir beim Einschlafen, allerdings schlafe ich max. 5 Stunden - oft weniger - und fühle mich immer müde. Eine Dosissteigerung oder ein Toleranzeffekt hat sich bisher nicht eingestellt. Mein neuer Arzt, der alte ist in den Ruhestand gegangen, möchte mich nun unter Hinweis auf eine nichtvorhandene Suchtproblermtik (die letztlich schon deshalb ausgeschlossen ist, weil die HWZ von Zopiclon sehr kurz ist) auf Mirtazepam umstellen.

Obwohl ich die Auffassung teile, dass Medikamente, die keine Nebenwirkungen haben, sich den Verdacht gefallen lassen müssen, auch keine Hauptwirkung zu haben, schreckt mich die Aussicht auf eine Gewichtszunahme von 20 Prozent und auch die weiteren Nebenwirkungen von Mirtazapin grundsätzlich ab. Ich sehe keine Vorteile gegenüber Zopiclon, zumal ja auch von erhöhter Tagesschläfrigkeit berichtet wird.

Nochmal zur Eingangsfrage: sind Mirtazapin und Mirtazepam identisch? Und warum überhaupt dieser Namenswirrwarr?

MfG,

Peter L. Willems

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Nehme seit August 14, 15mg zum Schlafen und zum Entschleunigen. Es hilft mir hervorragend für Beides. Anfangs hatte ich Fressattacken und sehr schnell 6 kilo zu genommen. War sehr irtitierend und störend für mich, als sehr schlanke Person...

Nehme seit August 14, 15mg zum Schlafen und zum Entschleunigen. Es hilft mir hervorragend für Beides. Anfangs hatte ich Fressattacken und sehr schnell 6 kilo zu genommen. War sehr irtitierend und störend für mich, als sehr schlanke Person plötzlich so viele Kurven zu haben. Das Gewicht hat sich jetzt eingependelt, die Fressattacken haben sich gelegt, kein quälender Hunger. Ich glaube, es hat auch mit Disziplin zu tun, ob man sich darauf einlässt, stets zu essen. Auch die intensiven Träume haben sich gelegt. Einzig am Morgen aufstehen und wach werden, fällt mir seit Beginn schwer, sogar schwerer. Fühle mich eher verpeilt oder etwas vernebelt. Auch mit den 10mg Cipralex dagegen, brauche ich bis Mittag zum erwachen.

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Hallo an alle leidensgenossen. Ich hab mirtazapin etwa drei monate lang regelmäßig eingenommen. Anfangsdosis 30mg. Verschrieben wurde es mir bei verdacht auf depressionen, obwohl ich nie depressiv war sondern eher unter angsstörung leide mit...

Hallo an alle leidensgenossen. Ich hab mirtazapin etwa drei monate lang regelmäßig eingenommen. Anfangsdosis 30mg. Verschrieben wurde es mir bei verdacht auf depressionen, obwohl ich nie depressiv war sondern eher unter angsstörung leide mit extremen symptomen. Durch mirtazapin hat sich mein schlaf extrem verschlechtert, appetitlosigkeit und richtige fressatacken etwa eine stunde nach der einnahme. Geholfen hats mir nicht obwohl ich zur letzt bei der höhstdosis war. Ich habs dann abgesetzt und nehme es jetzt nur bei bedarf.

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Also ich nehme Mirtazapin jetzt 11 Monate ein. Wenn's hart auf hart kommt, bringt es nix, also bei konkreten Angstzuständen. Eher so allgemein geht's besser. Ansonsten hab ich als Nebenwirkungen großflächigen Hautausschlag, Gewichtszunahme (fast...

Also ich nehme Mirtazapin jetzt 11 Monate ein. Wenn's hart auf hart kommt, bringt es nix, also bei konkreten Angstzuständen. Eher so allgemein geht's besser. Ansonsten hab ich als Nebenwirkungen großflächigen Hautausschlag, Gewichtszunahme (fast 15 kg) und sobald ich mehr als eine Tasse Kaffee am Tag trinke, krieg ich Kreislaufprobleme. Alles in allem bin ich mir nicht sicher, ob das hochgelobte Präparat so ein Hit ist...

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hallo mein Junge leidet seit kurzem unter Angstzustaende depressionen, nimmt dieses Medikament ein, ist sehr ruhig, ganz ok aber er redet fast ueberhaupt nicht, wied sich dass aenders, alsbald? ist 8 Monate wo er dies einnimmt, kann mir jemand...

hallo mein Junge leidet seit kurzem unter Angstzustaende depressionen, nimmt dieses Medikament ein, ist sehr ruhig, ganz ok aber er redet fast ueberhaupt nicht, wied sich dass aenders, alsbald? ist 8 Monate wo er dies einnimmt, kann mir jemand erfahrungen sagen??
lg

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